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Rauchfrei und Gesund

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit rauchfrei zu bleiben?

Entscheidend für die Beurteilung der Effektivität einer Behandlungsmethode sind die langfristigen Abstinenzquoten (nach 12 Monaten). Der Spontanentschluss, das Rauchen aufzugeben, führt nur bei 1 bis 5 % der Raucher zur Abstinenz, der ärztliche Ratschlag kann immerhin bei 5 % der Raucher erfolgreich sein. Während die alleinige Gabe von Nikotin zur Raucherentwöhnung Erfolgsraten zwischen 10 und 15% vermittelt, der Einsatz verhaltenstherapeutischer Selbsthilfemanuale zwischen 15 und 20 % abstinente Raucher erzielt und die verhaltenstherapeutische Gruppenbehandlung bei bis zu 25 % der Raucher wirksam ist, kann die Kombinationsbehandlungen aus Verhaltenstherapie und Nikotinsubstitution bis zu 35 % Abstinenz nach einem Jahr erreichen. Die Wirksamkeit der Behandlung mit Bupropion wird ähnlich eingeschätzt.

Die Erfolgsaussichten einer Raucherentwöhnung werden durch eine medikamentöse Unterstützung nahezu verdoppelt.

Schon kurze Zeit nach der letzten Zigarette beginnt der Körper sich zu regenerieren. Es dauert zwar einige Zeit, bis alle Körperfunktionen wieder normal reagieren und sich der Stoffwechsel umgestellt hat. Doch Ex-Raucher spüren bereits nach wenigen rauchfreien Tagen gesundheitliche Veränderungen. Selbst schwere Veränderungen der Zellen können sich zurückbilden - das erhöhte Krebsrisiko nimmt im Laufe der rauchfreien Jahre ab. Auch wenn sich Raucher aufgrund der Entzugserscheinungen nach der letzten Zigarette meist nicht besonders gut fühlen: Der Körper beginnt relativ schnell mit der Regeneration. Allerdings warnt man davor, dass nur eine einzige Zigarette am Tag die Prozesse wieder aufhebt.

Mit jedem rauchfreien Tag sinkt das Risiko ernsthafter Erkrankungen

  • Nach 20 Minuten
    Herzschlagfrequenz und Körpertemperatur normalisieren sich.
  • Nach 8 Stunden
    Der Kohlenmonoxidspiegel im Blut sinkt wieder auf das normale Niveau. Generell ist nun wieder mehr Sauerstoff als Kohlenmonoxid im Blut.
  • Nach 24 Stunden
    Das Herzinfarktrisiko sinkt.
  • Nach 48 Stunden
    Geruchs- und Geschmackssinn verfeinern sich.
  • Ab 2 Wochen
    Der Blutkreislauf stabilisiert sich. Zudem verbessert sich die Lungenfunktion um bis zu 30%.
  • Nach 1-9 Monaten
    Hustenanfälle gehen zurück, ebenso wie die Verstopfung der Nasennebenhöhlen, Abgeschlagenheit und Kurzatmigkeit. In der Lunge werden verstärkt Flimmerhärchen aufgebaut. Diese fangen wieder an normal zu arbeiten. Dadurch kann die Lunge mit Schleimabbau und Reinigung beginnen. Die Infektionsgefahr sinkt.
  • Nach 1 Jahr
    Das Koronarinsuffizienzrisiko (Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße) ist nur noch halb so groß wie bei Rauchern.
  • Nach 5 Jahren
    Das Schlaganfallrisiko sinkt allmählich wieder.
  • Nach 10 Jahren
    Das Risiko an Mund-, Luft- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken ist nur noch halb so hoch wie bei Rauchern.
  • Nach 15 Jahren
    Das Risiko einer Koronarinsuffizienz ist gleich dem eines Nichtrauchers.


Inhalt

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