Die Gefahr des Rauchens
Die Gefahren des Rauchens sind hoch. Jährlich sterben in Deutschland zwischen 90.000 und 140.000 Menschen an den Folgen: Krebs, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenerkrankungen. Die zu erwartenden Gesundheitsschädigungen sind vielen Rauchern bekannt, das Risiko aber wird entweder bewusst eingegangen oder die Gefahren des Rauchens verdrängt und ignoriert.
Doch wie sieht es mit den Nichtrauchern aus? Der vom Raucher inhalierte Rauch enthält durch die hohen Verbrennungstemperaturen bedeutend weniger Schadstoffe, als der "Qualm", der entsteht, wenn die Zigarette vor sich hin glimmt, und der von allen, also auch "Passivrauchern", mit eingeatmet wird. In Deutschland sterben jährlich mindestens 400 Menschen an Lungenkrebs - eine Folge des Passivrauchens.
In Deutschland ist zwischen 1950 und 1975 die Zahl der jährlich konsumierten Zigaretten von durchschnittlich ca. 500 pro Person auf etwa 2000 angestiegen. 35 % der Männer und 22 % aller Frauen rauchen.
Im EU-Vergleich liegt Deutschlands Gesamtraucherquote im oberen Drittel. Knapp 30 % der Deutschen über 15 Jahre rauchen regelmäßig. Pro Tag rauchen sie 263 Millionen Zigaretten, 11 Millionen Zigarillos und Zigarren, 91 Tonnen Feinschnitt-Tabak und 2 Tonnen Pfeifentabak (Stand: 2005, Quelle: Statistisches Bundesamt. 24 Milliarden Euro haben die Deutschen 2005 für Tabakwaren ausgegeben. 14,4 Milliarden davon sind in den Bundeshaushalt geflossen - die Tabaksteuer ist die viertwichtigste Einnahmequelle des Bundes. Allerdings wiegt sie die volkswirtschaftlichen Kosten durch tabakbedingte Krankheiten und Todesfälle nicht auf. Die wurden für 1996 auf 16,6 Milliarden Euro geschätzt. (Quelle:Statistisches Bundesamt).
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